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Fehlende Gesprächsbereitschaft der SMI-Unternehmen
Die im Swiss Market Index abgebildeten Unternehmen zeigen einen grundlegenden Nachholbedarf im direkten Gespräch mit ihren Anspruchsgruppen. Lediglich eine Hand voll der 20 Gesellschaften pflegen einen direkten Dialog mit den an ihnen interessierten Personen, während die grosse Mehrheit nur geringe oder gar keine Bemühungen erkennen lässt. Dass es anders geht, zeigt die nicht-börsenkotierte Fluggesellschaft Swiss.
Die heute publizierte Studie Social Media bei SMI-Unternehmen zeigt es klar: Die grosse Mehrheit scheut den offenen Dialog mit Kunden, potenziellen Mitarbeitenden und Kritikern. Und jene, die einen offenen Kontakt pflegen, nutzen ihn in erster Linie um ihre Produkte zu bewerben.
„Die neuen Medien setzen neue Massstäbe, neue Möglichkeiten, gleichzeitig aber auch neue Anforderungen an Unternehmen,“ unterstreicht Stefan Schär, Leiter der Studie. „Insbesondere börsenkotierte Unternehmen sind heute mehr den je gefordert, direkt mit den Personen zu sprechen, die ein Anliegen an sie haben, egal ob es Kunden, potenzielle Mitarbeiter oder andere Interessengruppen sind.“
Der Dialog mit den Kunden: Für SMI-Unternehmen eine eigene Welt Mit den Möglichkeiten und Chancen des öffentlichen Dialogs tun sich die SMI-Unternehmen jedoch ausge- sprochen schwer. Er wird so weit als möglich vermieden und wo er trotzdem stattfindet, auf Kunden und Pro- dukte eingeschränkt.
Nur gerade zehn der zwanzig Muttergesellschaften stellen sich auf den Social Media Plattformen den Fragen ihrer – meist begeisterten – Kunden. Und trotz dieser Kundenbegeisterung schaffen es nur zwei Gesell- schaften, die entsprechenden Plattformen auf ihre Webseite zu verlinken. Statt die eigenen Plattformauftritte in ihrer Website zu integrieren, versuchen die Verantwortlichen lediglich mittels Social Bookmarks-Anbietern ihre Webseite bei möglichst vielen Lesern zu bewerben. Die Stossrichtung zeigt sich somit klar: Social Media wird primär genutzt, um Leser auf die eigene Webseite anzulocken, während die Überführung von der Unter- nehmenswebseite auf Social Mediaplattformen so weit als möglich vermieden wird.
Kein offener Informationsaustausch auf den eigenen Webseiten Aber auch auf den eigenen Webseiten findet kein offener Dialog mit Kunden und anderen interessierten Per- sonen statt. Einzig eine Gesellschaft unterhält einen Blog, der jedoch am Zielpublikum vorbei konzipiert zu sein scheint und zudem nur ein Mal im Monat aktualisiert und eher versteckt publiziert wird. Kein Wunder, vermag er kaum Kommentare zu provozieren.
Immerhin bieten fünf Gesellschaften Informationen via Podcasts an. Die Möglichkeit, die behandelten Inhalte zu diskutieren, fehlt jedoch, womit erneut eine Chance zur Vertiefung der persönlichen Beziehung vertan wird und dem Unternehmen neue Erkenntnisse aus den Diskussionen entgehen.
Als Standard etabliert, hat sich immerhin die noch aus Zeiten des Web 1.0 stammende Form der geschlossenen Kommunikation: Sämtliche Unternehmen bieten in irgend einer Form – zumeist via eMail- oder Kontaktformular – die Möglichkeit, Fragen und Anregungen an die Unternehmen zu richten.
Ein Gegenbeispiel wie eine konsequente Umsetzung eines offenen Dialoges aussehen kann, zeigt die nicht-börsenkotierte Fluggesellschaft Swiss. Mitunter werden bereits auf der Einstiegsseite von www.swiss.com Fans und Followers angesprochen und gesucht. Ein prominent platzierter und beworbener Link führt in diesem Fall direkt in die Social Activity-Welt von Swiss.
Kontakt: Stefan Schär Media Relations
Mobile: 079 548 34 68 eMail: medien@socialmediaschweiz.ch
Social Media Schweiz Theatergasse 24 4500 Solothurn
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